Grenada

26.03.2019

Auf nach Grenada

Montag, 04.03.19

Heute gehen wir schon um 9 Uhr Anker auf. Wir haben 32 sm vor uns. Nach 6,5 Stunden erreichen wir die heutige Ankerbucht etwas nördlich von Grenadas Hauptstadt St. George’s. Ausser uns liegen hier ein paar kleine Fischerboote und ein großer Frachter, der gerade mit Hilfe eines Lotsen in eine andere Position gedreht wird. Der Anker hat sich auch in dem steinigen Grund gut eingegraben und hält. Keine idealen Bedingungen, aber die Bucht lädt auch nicht zum länger Verweilen ein. Das klang in unserem Revierführer etwas anders. Also werden wir morgen in eine der südlichen Buchten fahren.

Weiter nach Süden

Dienstag, 05.03.19

Gegen 10.20 Uhr verlassen wir die Bucht in Richtung Süden. Wir wollen heute nur mit Motor fahren, weil die kurze Strecke viele Richtungsänderungen und hinter dem Südlichen Kap flaches Wasser mit Riffen enthält. Wir haben seit 2 Tagen kein Internet und konnten deshalb keine Wetterinformationen abrufen. Wir tuckern langsam aus der Bucht, vorbei am Hafen von St. George’s und der Grand Anse zum westlich ausgedehnten Kap von Grenada. Als wir um die Ecke kommen, peitscht uns Wind und Regen ins Gesicht, dazu eine kurze steile Welle – ziemlich unangenehm. Die Wind-Richtung hatten wir erwartet, nicht die Stärke.
Das Dinghi hängt hinten an den Davits und wird von den Wellen öfter nach oben geworfen.
Der Weg durch die Riffe ist uns bei diesem Wellengang zu gefährlich, wir machen einen großen Bogen, um im Tiefwasser zu bleiben. Der Windmesser zeigt mehr als 30 kn, das sind 7-8 Bft. Als wir um das Kap sind, sollte der Kapeffekt nachlassen, die Bedingungen werden aber nicht besser. Wir beschliessen, zu drehen. Wir suchen uns einen Ankerplatz direkt vor der Hauptstadt zwischen Grand Anse und Port Louis mit Blick auf’s Kreuzfahrt-Terminal im ruhigen und flachen Wasser.

Von hier aus kommt man mit dem Dinghi gut in die Stadt, wo mehrere Docks das Anlanden erleichtern. Eins ist direkt am Supermarkt, ein anderes am Marine-Shop. Was will das Seglerherz mehr?

Wir nutzen die Gelegenheit und erkunden den Teil der Stadt in der Nähe des Hafens. Die Hafenbucht ist von Bergen umgeben. So geht es auch in der Stadt z.T. steil auf und ab. Gut, dass hier nicht mit Schnee und Eis zu rechnen ist. Fusswege gibt es nur stellenweise, dazu dichter Autoverkehr, natürlich links. Da haben wir uns immer noch nicht dran gewöhnt.

Es ist also ein recht unruhiger Weg bis wir uns bei digicel wieder eine Datenkarte für’s Internet gekauft haben und am Fort George sind, das wir uns heute ansehen wollen. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick auf die Ankerbucht, den Hafen und das Kreuzfahtterminal. Ansonsten macht das Gelände, mit Ausnahme der Kanonen, einen ungepflegten verfallenen Eindruck. Schade!

Gleich daneben befindet sich ein großes Krankenhaus, das von außen einen sehr guten Eindruck macht, einzelne Teile werden gerade renoviert. Von innen möchten wir es lieber nicht kennen lernen.

Auf dem Rückweg freuen wir uns über eine kalte Cola, die wir an einem Kiosk kaufen können.

Beim 2. Mal klappt’s

Montag 11.03.19

Heute starten wir den 2. Versuch und verlassen die schöne Bucht mit dem klaren Wasser wieder in Richtung Süden, denn wir haben mal wieder einen Termin. Diesmal ist der Wind nicht ganz so heftig und vorsichtshalber haben wir das Dinghi auf dem Deck festgemacht. Wir nehmen wieder den Weg durch’s Tiefwasser, bevor wir in die betonnte Strecke der Clarkes Court Bay einbiegen. Das Wasser ist hier ziemlich trübe. Wir wollen noch ein paar Tage ankern und am Freitag in die Marina am Ende der Bucht fahren.

Krantermin

Freitag 22.03.19

Das Schiff muss mal wieder aus dem Wasser. Das Unterwasserschiff braucht einen neuen Anstrich, einige Wartungsarbeiten sind notwendig und ein paar Reparaturen sind auch zu erledigen.

So ein Termin ist immer etwas aufregend, besonders weil hier Bimini und Sprayhood abgebaut werden müssen. Das Vorsegel muss auch runter. Es wurde zusammen mit dem gerissenen Gennaker bereits vom Segelmacher zur Reparatur abgeholt. Er wird uns auch 2 Planen anfertigen, die über die Luken gespannt werden, damit diese bei Regen offen bleiben können.

Clarkes Court Bay – Wir sind ohne Sonnenschutz

Dieser Renn-Trimeran kam vor uns ins Wasser, es dauerte etwas länger

Clarkes Court Marina – Appartment
Dieses Zimmer schaukelt nicht

Wir sind inzwischen in eines der Appartments auf dem Werftgelände umgezogen, weil man unter diesen Bedingungen auf dem Schiff kaum noch treten kann.

So können wir in Ruhe die restlichen Vorbereitungen für die Firmen, die am Boot arbeiten, erledigen. Nächste Woche fliegen wir nach Hause. Wenn wir zurückkommen, soll alles fertig sein.
Wir wollen versuchen, uns neben diesen Arbeiten noch etwas von der Insel Grenada anzusehen.

Für uns wieder eine Segel-Etappe zu Ende. Das große Ziel, in der Karibik anzukommen, haben wir nun erreicht. Wir müssen uns jetzt überlegen, wie es weiter geht…

Über uns

Wir

Hallo, wir sind Sigrid und Wolfgang – wir segeln mit mit unserer Segelyacht NEREUS in die Welt. Begleite uns auf unserem Blog.

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Von St. George’s zur Clarkes Court Bay