Bon Dia Curacao

09.06.2022Logbuch

 

Überfahrt von Martinique nach Curacao

 

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Vor etwa 2 Wochen kamen wir auf der Insel Curacao an. Nach dem Start in Martinique waren wir ungefähr 4 Tage und 5 Stunden auf See.

in einer Nacht verirrten sich einige fliegende Fische an Bord

Wir hatten diesmal eher zu wenig als zu viel Wind. Die Wellen waren trotzdem hoch und kamen teilweise von der Seite. Ausserdem hatten wir es diesmal mit kräftigen Strömungen aus verschiedenen Richtungen zu tun, so dass wir oft von der Kurslinie weggedrückt, stark gebremst oder angeschoben wurden.
Unter diesen Bedingungen war es nur am Anfang über eine kurze Strecke möglich, fast vor dem Wind zu segeln. Durch die starken Wasserbewegungen waren wir unter Segeln auch zu langsam. Denn wir mussten am frühen Morgen des 5.Tages an dem Punkt sein, wo eine Kursänderung uns zwischen die Inseln Curacao und Bonaire führte. Hier wehte der  Wind mit 20 bis 30 kn. Außerdem hatten wir eine kräftige Welle von der Seite, was für die nächsten Stunden im Schiff so ein Gefühl von Waschmaschine auslöste.
Gegen 13 Uhr biegen wir in die Einfahrt zur Lagune ‚Spanish Water‘ ein. Hier brauchen wir die hoch stehende Sonne, um die flachen Stellen und Riffe sehen zu können, die auf dem Weg zur Marina noch umfahren werden wollen.
Schließlich hat alles geklappt und nun liegt unsere NEREUS sicher am Steg in der Marina.

 

Einklarieren in Willemstad

 

Am nächsten Tag müssen wir zum Einklarieren in die Inselhauptstadt nach Willemstad.
Die Bürokratie kennt offensichtlich auch hier keine Grenzen. Aber der Weg zu den Behörden hatte es auch in sich.
Bereits einige Tage bevor wir in Martinique gestartet sind, mussten wir online ein Formular ausfüllen, das wir von der Immigration direkt als Antwort zurück bekamen.
Jetzt war zuerst der Zoll dran. Das Taxi setzte uns direkt vor dem Gebäude ab. Das Prozedere mit Papier und Computer war etwas nervig, aber die Beamten waren freundlich und hilfsbereit. Etwa 1 h später waren wir fertig. Dann mussten wir zur Einwanderungsbehörde. Wir hatten einen Plan, wie wir gehen mußten. Der Weg war aber gesperrt, es gab keinen Hinweis auf einen anderen Weg. Auch die Navigation auf dem Handy führte erstmal in eine Sackgasse. Dann trafen wir auf 2 Franzosen, die das gleiche Anliegen hatten. Gemeinsam fanden wir den Weg, waren aber in der Mittagshitze ziemlich lange unterwegs. Der Ablauf und die aufgenommenen Daten waren fast identisch. Am Ende hatten wir von jeder Behörde einen Zettel für unsere Akten.

 

Erste Eindrücke von Willemstad

 

Super-Eis

Super-Eis

Danach gönnten wir uns einen riesengroßen Eisbecher. Endlich ein Land, wo es sowas leckeres gibt.
Das Cafè befindet sich direkt an der Queen Emma Bridge. Sie schwimmt auf Pontons und verbindet die beiden Stadtteile Otrabanda und Punta miteinander. Wenn ein Schiff durchfahren will, fährt die Brücke, von einem Motor angetrieben, auf eine Seite. Diese Technik soll weltweit einmalig sein.
Hier schließt sich auch direkt die Altstadt mit seinen farbenfrohen Fassaden an. Jedes Haus hat eine andere Farbe, es ist kein System erkennbar, aber es sieht toll aus und erinnert auch etwas an Amsterdam.

Die Insel gehörte, genau wie die beiden Nachbarinseln Aruba und Bonaire  (ABC-Inseln) bis 2010 zu den Niederlanden. Seitdem ist sie autonomes Gebiet im Königreich der Niederlande.


… und noch ein Sonnenuntergang

 

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