Unterwegs auf La Palma II

Unterwegs auf La Palma II

Weiter geht’s auf der grünsten der Kanarischen Inseln:

Wir besuchten natürlich auch die Orte in der unmittelbaren Umgebung des Hafens.
Der Ort Tazacorte liegt oberhalb vom Hafen, mitten im Grün der Bananenstauden. Neben der Strasse führt hier auch ein Fußweg, der etwas kürzer und steiler und bei Temperaturen um die 30° ziemlich schweisstreibend ist, nach oben. Nach einer halben Stunde ist man im Ort und kann sich auf einem der schönen, schattigen Plätze mit oder ohne Kaffee zum Trocknen niederlassen.

Eine Treppe wurde gestaltet wie aus Koffern gebaut:

Vor dem Rathaus steht die Statue des Erzengels Michael, dem Schutzpatron des Ortes und der Insel

In diesem Ort erlebten wir auch eine wunderbare Darbietung von jungen internationalen Pianisten der Meisterklasse von Prof. Friedemann Rieger.

Los Llanos ist die zweitgrößte Stadt der Insel mit einer sehr schönen und beschaulichen Altstadt, die zm Verweilen einlädt.

Am Rande der Stadt fanden wir ein Restaurant mit spektakulärem Ausblick in die Caldera, wo wir den Sonnenuntergang bei gutem Essen geniessen konnten.

Ein Stück weiter gibt es diese aus Mosaik, Pflanzen und Wasser gestaltete Plaza “La Glorieta”

Unterwegs auf La Palma I

Unterwegs auf La Palma I

Kurz nachdem wir hier auf der Insel ankamen, hatten wir bei einem großen Yachtausstatter in DE einige Zubehör- und Ersatzteile, unter anderem auch einen weiteren Anker direkt hier zum Hafen bestellt.

Der neue Anker

Wolfgang und der neue Anker

Wir hatten damit gerechnet, dass die Sendung wenigstens eine Woche vor unserem Besuch eintrifft. Der Zoll ist aber leider unberechenbar, so kam das große Paket vormittags und Gabi, Donald und Lilli am gleichen Nachmittag bei uns an. Sie brachten auch noch eine Tasche voller Teile mit. Vielen Dank für euren Kurierdienst.
Das wurde alles erstmal verstaut und Donald half, den Anker zu tauschen. Der alte Anker wurde ebenfalls eingepackt und festgezurrt und dient nun als Ersatz.

 

Lilli, Donald und Gabi

Lilli, Donald und Gabi

Die Zeit verging wie im Fluge. Sie waren 1 Woche hier auf der Insel. Nun sind sie seit ein paar Tagen schon wieder zu Hause.

Wenn wir bisher auf der Insel unterwegs waren, dann wieder hauptsächlich, um irgendetwas zu besorgen. Wir sahen uns einige Orte an, die an diesen Wegen lagen. Jetzt war das anders. Wir suchten uns gezielt Orte heraus, die wir uns ansehen, oder unseren Gästen zeigen wollten.

 

Richtung Norden

Drachenbäume

Der Drachenbaum der Kanaren ist eine der auffallensten Baumarten. Er wächst langsam und kann mehrere Hundert Jahre alt werden. Über einem silbrigen Stamm verzweigt sich der obere Teil zu einer schirmförmigen Krone. Der “Drago”, wie er von den Inselbewohnern auch genannt wird, blüht nur etwa alle 15 Jahre.

San Andrés und Charco Azul

San Andrés liegt an der nordöstlichen Küste der Insel. Es war die erste Kolonialsiedlung in dieser Gegend. Die Leute hier müssen leidenschaftliche Blumenliebhaber sein. In den Gärten und Höfen findet man wunderbar gepflegte Blumen, sogar an den Strassen stehen reihenweise große Blumentöpfe.
Den Mittelpunkt des Ortes bildet der Kirchplatz mit der zum Kulturgut erklärten Pfarrkirche Iglesia San Andres Apostol. In dem angrenzenden Restaurant kann man bei gutem Essen eine Pause einlegen.

Ganz in der Nähe befindet sich ein Naturschwimmbad, der Charco Azul (Blauer Teich), an einer felsigen Küstenzone mit starker Brandung. Durch die Abtrennung vom Meer kann man hier gefahrlos baden.

Charco Azul

Charco Azul

Charco Azul

Charco Azul

 

 

Richtung Süden

Die Salinen von Fuencaliente

Die Salinen und der Leuchtturm von Fuencaliente befinden sich an der Südspitze von La Palma. Die Salinen dienen nicht nur der Meersalzgewinnung, sondern sie sind auch von wissenschaftlichem Interesse, weil sie einen Lebensraum für viele Zugvögel darstellen. Hier wird auf traditionelle Art während der Sommermonate das Salz geerntet und zum größten Teil auf der Insel verkauft. Im Winter ruht die Anlage, die im Jahr 1967 auf über 30.000 m2 angelegt wurde. Beim letzten Vulkanausbruch des Teneguia 1971 wurde die Saline verschont, die Lava floß an beiden Seiten des Geländes vorbei.

Segeln

Natürlich wollten unsere Gäste gerne mit zu einem Segeltörn rausfahren.
Wir verstauten alles seefest und schlugen den neuen Gennacker an. Es wehte ein sehr moderater Wind, so dass wir dieses bunte Leicht-Wind-Segel endlich ausprobieren konnten.
So ging es mit vollen Segeln raus auf den Ozean. Nach dem ersten Richtungswechsel, der uns zurück zum Hafen bringen sollte, war Wind und Welle etwas härter.
Am Ende half der Motor auf dem letzten Stück.
Es war ein schöner Segeltag.

Zurück im Hafen

Zurück im Hafen

Ob mit oder ohne Besuch, es gibt auf der Insel noch viele weitere interessante Orte zu sehen. Davon werden wir im nächsten Beitrag berichten.

 

Der Hafen von Tazacorte

Der Hafen von Tazacorte

Dieser Hafen ist ein wirklich gigantisches Bauwerk. Auf der einen Seite von hohen Felswänden, auf der anderen von einer sehr hohen Hafenmauer umgeben, liegt man hier sehr windgeschützt. Mehrere Wellenbrechen vor dem Hafen sorgen dafür, dass der Schwell draussen bleibt.

Als wir vor mehr als 15 Jahren diese Insel besucht haben, war hier nur ein kleiner Fischereihafen.
In den Jahren 2000 bis 2006 wurde der Hafen mit EU Fördermitteln um eine gewaltige Hafenschutzmauer erweitert. So richtig gut muss das aber wohl nicht funktioniert haben, denn es gab von 2007 bis 2013 einen weiteren Bauabschnitt. Jetzt wurde eine noch gewaltigere Mauer vor die erste gesetzt, die EU macht’s möglich. Hier können auch Fähren und Kreuzfahrtschiffe anlegen. Nur leider liegt der Hafen auf der falschen Seite der Insel, hier kommen diese Schiffe nicht vorbei.

So können die Sportboote, die in reichlicher Anzahl hierher kommen, die Ruhe hinter den völlig überdimensionierten Mauern genießen. Man ist schon froh, wenn mal ein kleines Lüftchen zur Abkühlung weht.
Um diese Jahreszeit ist der Teil für Sportboote in diesem Hafen tatsächlich sehr gut gefüllt. Wenn am Morgen Schiffe den Hafen verlassen, sind diese Plätze meist am Abend wieder belegt.

Natürlich gibt es auch noch die Fischer, die ursprünglichen Nutzer dieses Hafens. Sie machen auch weiterhin ihre Arbeit rund um die Uhr, was oft auch in der Nacht mit mehr oder weniger Lärm verbunden ist. Oder sie lassen auch am Steg die Motoren laufen oder leuchten den gesamten Hafen mit grellen Scheinwerfern aus.
Na gut – sie waren eher hier, sie arbeiten sehr hart und sie bringen frischen Fisch, den auch wir gerne essen. Diesen kleinen Wehrmutstropfen können wir verschmerzen.

Seitdem wir hier sind, haben wir die geringen Schiffsbewegungen in diesem Hafen ausgenutzt, um weiter am Schiff zu arbeiten, so dass unsere ToDo-Liste etwas kürzer geworden ist.
Heute haben wir Besuch bekommen. Wir werden sicher gemeinsam die Insel erkunden. Über diese Ausflüge werde ich im nächsten Beitrag berichten.