Das Induktionskochfeld ist da!

Das Induktionskochfeld ist da!

Hier Fortsetzung und Ende in Sachen Induktionskochfeld:

Es liegt schonmal da, wo es eingebaut werden soll

Es liegt schonmal da, wo es eingebaut werden soll

Gestern war es tatsächlich so weit. Ein Mitarbeiter der Ferreteria rief am Vormittag an. Er teilte uns mit, dass das Indukrionskochfeld im Laden bereit steht. Ich sagte, dass wir so bald wie möglich kommen, um es abzuholen. Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir uns zu diesem Zweck nochmal ein Auto mieten. Da aber keine anderen Besorgungen im Moment anstehen, entschließen wir uns, mit dem Bus zu fahren.  In der Ferreteria angekommen, legten wir wieder unseren Anzahlungs-Beleg vor und erklärten, dass ein Kollege angerufen hat. Der junge Verkäufer, er hatte schonmal sehr umständlich an der Bestellung mitgearbeitet, tippte die Bezeichnung in den Computer … und sagte, dass die Ware nicht da ist. Wir wiederholten, dass ja ein Kollege angerufen hat und das Kochfeld da sein muss. Mit den Worten ‘un minutito por favor’ verschwand mit einem kleinen Zettel in der Hand. Als er zurück kam, teilte er uns mit, dass das Kochfeld nicht in diesem Laden, sondern in Playa Honda (dort gibt es ein Lager ohne Verkauf) liegt. Ich muss wohl ein sehr ungläubiges Gesicht gemacht haben und erklärte ihm, das wir das Gerät hier (in Arricife) bestellt haben und am Telefon erfahren haben, dass wir es hier abholen können. Daraufhin verschwand er nochmals, um uns wenig später von Ferne (nur keinen Schritt zuviel laufen) zur Kasse zu winken. Dort lag dann tatsächlich ein Karton mit einem Zettel ‘RESERVADO’. Es dauerte dann wieder ein paar Minutitos, bis die Rechnung fertig war und wir bezahlen konnten. Das kennen wir schon. Nur der Ausweis wurde diesmal nicht verlangt. Und schon konnten wir tatsächllich mit dem Kochfeld unterm Arm glücklich und zufrieden den Laden verlassen un die Rückfahrt nach Playa Blanca antreten.

Vielen Dank an das Verkaufsteam, das es geschafft hat, in der rasenden Geschwindigkeit von ca. 6 Wochen ein ganz normales Induktionskochfeld zu besorgen und zu verkaufen!

Fuerteventura

Fuerteventura

Es ist geschafft! Der Bericht über unsere Reise in 4 Tagen kreuz und quer über die Nachbarinsel von Lanzarote ist fertig. Es war gar nicht so einfach, die vielen Bilder richtig einzuordnen und die Strecke nocheinmal nachzuvollziehen. Aber jetzt ist alles beieinander und wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

 

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1. Tag – Der Norden und Nordwesten

Am Sonnabend, den 07.01.17 um 11.00 Uhr fuhren wir mit einem Mietwagen per Fähre von Playa Blanca nach Corralejo auf Fuerteventura, wo wir mit Gegenwind und heftigen Wellen, etwa eine 3/4 Stunde später ankamen. Nach wenigen Minuten ließen wir den touristischen Ort Corralejo hinter uns. Wir werden uns auf der Rückreise hier noch etwas umsehen.
Auf einer gut ausgebauten Straße fuhren wir in Richtung Süden und wurden uns bewusst, dass wir auf einer anderen Insel mit einem anderen Charakter sind. Es gibt hier weite Ebenen, aber auch wenige Bergketten. Die höchste Erhebung mit etwa 810 m befindet sich im Süden auf der Halbinsel Jandia. Die Häuser sind baulich und farblich etwas anders gestaltet. An vielen Stellen ziehen sich gut ausgebaute Radwege einige Meter neben der Straße durch das fast flache, steinige Land. Das Vulkangestein dieser Insel ist älter als auf Lanzarote.

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Auf der Strasse nach La Oliva biegen wir nach etwa 6 km nach links auf eine Nebenstrasse in Richtung Lajares, dem Zentrum der Kunststickerei, ab. Von hier aus geht es weiter zur Westküste. Im kleinen Ort El Cotillo sehen wir uns den Hafen für kleine Fischerboote und den aus dunklem Lavagestein errichteten Wehrturm Castillo El Toston an. Der Ort selbst macht noch den Eindruck eines verschlafenen Fischerdorfes. Eine Skulptur zeigt, wie zwei Fischer gerade ihr Boot an Land ziehen. Hier haben sicher noch bis vor kurzer Zeit Ruhe suchende Individualisten und begeisterte Surfer ihren Urlaub verbracht. Heute drängen sich rund um die Skulptur einige Restaurants und ein Stück weiter sind bereits die ersten großen Hotels entstanden. Sand und Strände gibt es genug, aber auch viel Wind. Vielleicht ein Grund, weshalb der Tourismus hier etwas langsamer Einzug hält.

Weiter geht die Reise Richtung Süden.

In Antigua, im Inselzentrum, besuchen wir das ‘museo del queso majorero’, ein Museum, das über die traditionelle Herstellung des für die Insel typischen Ziegenkäses informiert. Die Haltung der Majorera-Ziege, eine einheimische Rasse, und die Käseherstellung sind auf der Insel tief verwurzelt. Heute wird die traditionelle Herstellung langsam durch moderne Techniken ersetzt, um einerseits bessere Hygienebedingungen einhalten und andererseits größere Mengen produzieren zu können.

Zum Anwesen gehört auch ein Garten mit beschrifteten kanarischen Pflanzen, Sukkulenten und großen Kakteen sowie eine restaurierte Mühle, die man besichtigen kann. In diesen Mühlen wurde früher das Mehl für Gofio, dem ältesten kanarischen Grundnahrungsmittel gemahlen. Es soll in keiner kanarischen Küche fehlen. Auch bei uns an Bord wird es benutzt.

Für heute haben wir genug gesehen. Wir haben in Caleta de Fuste ein Hotel gebucht, gewissermaßen unseren Stützpunkt auf dieser Insel.

 

Hotel La Casita

 

Wir geniessen den Sonnenuntergang am Strand von Caleta de Fuste.

 

2. Tag – Die Inselmitte

Heute wollen wir die Mitte der Insel erkunden.
Dazu fahren wir zunächst wieder Richtung Westen nach Antigua. Von dort führt eine Bergstraße zur alten Inselhauptstadt Betancuria.

Straße nach Betancuria

Straße nach Betancuria

Straße nach Betancuria

Straße nach Betancuria

 

 

 

 

 

Entlang der Straße gibt es einige Aussichtspunkte, von denen man einen schönen Blick über einen mit höheren Bergketten durchzogenen Teil der Insel hat.

Die höchsten Erhebungen sind hier um die 650 bis 750 m hoch. Der Ort liegt in einem Tal.
Er trägt den Namen des normannischen Eroberers der Insel Jean de Béthencourt. Der nur wenig vom Tourismus geprägte Ort zählt wohl zu den schönsten der Insel.

Wir fahren weiter auf der Straße durch die Berge zunächst in Richtung Süden mit weiteren schönen Ausblicken.

Dann biegen wir nach rechts ab, um zu unserem nächsten Ziel Ajuy und Puerto de la Peña an der Westküste zu gelangen.

Ajuy ist seit 1994 Naturdenkmal. Es finden sich hier die ältesten Ablagerungen der Kanarischen Inseln.
Interessant ist auch, dass in der Vergangenheit hier Kalk abgebaut, in in den Fels gehauenen Kalköfen gebrannt und vom kleinen Hafen Puerto de la Peña auf die anderen Inseln verschifft wurde. Die Kalkproduktion hatte ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Seitdem wird der Kalk zunehmend durch importierten Zement ersetzt.

Nach diesen interessanten Besichtigungen geht es die Straße zurück bis nach Pajara, um dann zur Ostküste, nach Gran Tarajal zu fahren. Gran Tarajal ist mit ca. 7300 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Insel. Hier gibt es auch einen Sportboothafen, in dem manche Segler auf dem Weg zu anderen Inseln eine Pause einlegen. Als wir im letzten Jahr von Gran Canaria zurück nach Lanzarote segelten, fanden wir diesen Hafen nicht so geeignet für uns. Wir ankerten in einer Bucht nebenan. Auch jetzt, beim Anblick von Land aus, bleibt dieser Eindruck bestehen.

 

Gran Tarajal

Gran Tarajal – hier haben wir im letzten Jahr geankert

 

Bei einem guten Kaffee geniessen wir den Ausblick von einem der Strandlokale aus. Dann fahren wir zurück zum Hotel in Caleta de Fuste.

 

3. Tag – Der Süden

Auf dem Weg nach Süden machen wir noch einen Abstecher zur Küste, nach Pozo Negro. Hier in der Nähe soll sich eine Ausgrabungsstätte einer einstigen Guanchen-Siedlung befinden. Leider führt dorthin nur eine unbefestigte Piste und die dürfen wir mit userem Mietwagen nicht befahren. Da wir nicht genau wissen, wie weit das noch ist, lassen wir die Ausgrabungsstätte rechts liegen und fahren weiter zum kleinen Fischerdörfchen.
Hier findet man noch die Ruhe und Ursprünglichkeit der Insel. Einige Einheimische mögen das Wochenende in ihren Ferienhäuschen verbringen, am Kiesstrand baden und in den wenigen Restaurants fangfrischen Fisch geniessen. Ausländische Touristen verirren sich aber nur wenige hierher.

Wir fahren zurück zur Haupstrasse und weiter in Richtung Süden und zweigen ein weiteres Mal zur Küste ab. Etwas nordöstlich von Gran Tarajal finden wir den kleinen Ort Las Playitas. Die an den Hang gestapelten weißen Häuser geben einen schönen Kontrast zum dunklen Gestein.

Hinter diesem Hang gibt es schon die ersten Hotelanlagen. Der Wandel zum Ferienort hat also begonnen. Man kann nur hoffen, dass es nicht zu üppig angegangen wird und möglichst viel von der Ürsprünglichkeit erhalten bleibt.

Weiter geht es südwärts. Nach einer knappen Stunde erreichen wir die Halbinsel Jandia, das eigentliche touristische Zentrum der Insel. Hier gibt es Sandstrand ohne Ende. Die Strassen sind noch breiter viele Touristenbusse bringen die Urlauber zu den Hotels oder Ausflugszielen.
Den ersten Stopp legen wir an der Costa Calma (Ruhige Küste) ein. Es ist ein künstlich angelegtes Feriengebiet mit zahlreichen Hotels und Apartment-Anlagen. Erwähnenswert ist der Wald inmitten des Fereingebietes. 1986 wurden entlang der Hauptstraße kanarische Kiefern und Palmen gepflanzt, die inzwischen mit anderen Pflanzen ergänzt zu einem kleinen Wald herangewachsen sind. Hier kann man auf schattigen Wegen spazieren, was auf dieser Wüsteninsel schon eine Sensation ist.

Unser nächstes Ziel ist Morro-Jable und Jandia, die südlichsten Ferienorte auf dieser Insel. Kilometerlange Sandstrände, dahinter bis 800 m hohe Berge halten den meist aus nördlichen Richtungen wehenden Wind ab. Leider haben wir im Moment Wind aus südlichen Richtungen, so dass es windig und ungemütlich ist. Unser Badezeug bleibt also in der Tasche.
Hinter dem Strand findet man die üblichen Hotelanlagen, Shopping-Centren, Bars, Restaurants, kleineren Verkaufsstände, wie sie in jedem Ferienort zu finden sind.

Als wir die letzten Hotels hinter uns gelassen haben, kommen wir zum Hafen, wo die Fähren, die zwischen den Inseln verkehren, anlegen. Auch einige kleinere Fischerboote und Sportboote von meist Einheimischen finden hier einen Liegeplatz. Wir haben im letzten Jahr vor den Stränden geankert und das war sicher die richtige Entscheidung.
Die gut ausgebaute Straße ist hier zu Ende. Der Rest der Halbinsel kann nur auf Pisten mit Geländewagen befahren werden.

Wir fahren also die Straße zurück und biegen kurz hinter der Costa Calma links ab nach La Pared. Wir hoffen, an der Westküste bei dem südöstlichen Wind eine geschützte Stelle zum Baden zu finden. Eine Steintreppe führt nach unten zum schönen Naturstrand, der aber nun schon im Schatten liegt. Ziemlich windig ist es auch hier. Im Wasser tummeln sich nur einige Surfer in Neoprenanzügen. Wir haben keine Lust mehr zum Baden und fahren wieder zurück zum Hotel.

 

4. Tag der Nordosten

Heute ist Abreise. Wir verlassen das hübsche Hotel gegen 10.00 Uhr und haben reichlich Zeit für die Fahrt nach Corralejo. Die Fähre nach Lanzarote ist für 18.00 Uhr gebucht.
Wir rollen also gemütlich an der Ostküste nach Norden und genießen die verschiedenen Ausblicke.

Einige Kilometer vor dem Ort Corralejo beginnt die ausgedehnte Dünenlandschaft El Jable. Sand und Strand, soweit man sehen kann. Nahe am Ort gibt es wenige Hotels am Strand. Hier sehen wir schon die nordöstlich vorgelagerte kleine Insel Lobos und dahinter die ersten Umrisse von Lanzarote.
Zwischen Lobos und Corralejo, tummeln sich fast immer zahlreiche Surfer, Kite-Surfer, Wellenreiter und andere Wassersportler.

Corralejo selbst ist sehr vom Tourismus geprägt. Am Strand reihen sich Bars, Restaurants und verschiedene Geschäfte aneinander. Zwei, drei Häuserzeilen dahinter sieht es ähnlich aus. Auf der anderen Seite reihen sich die Hotelanlagen und Apartmenthäuser aneinander. Wir haben noch Zeit und beschließen, nocheinmal nach El Cotillo, auf der Westseite, zu fahren. Dort geniessen wir in der französischen Bäckerei Kaffee und leckere Obsttörtchen.

Blick zum Fährhafen

Blick zum Fährhafen

Fähre nach Lanzarote

Fähre nach Lanzarote

 

Als wir zurück kommen, steht die Fähre nach Lanzarote schon bereit.

Alles in allem ist Fuerteventura auf jeden Fall ein lohnendes Reiseziel. Wir konnten in der kurzen Zeit natürlich nicht alles Sehenwerte besuchen. Das wird uns aber noch öfter so gehen, weil wir wohl in nächster Zeit nirgendwo nochmal so lange, wie auf Lanzarote bleiben werden.


Wen es interessiert, hier die
Fortsetzung zum Beitrag von 25.12.16 in Sachen Induktionskochfeld:

Mittwoch, 11.01.17
Wie dort bereits beschrieben, hatten wir in einer Ferreteria in Arrecife ein Induktionskochfeld bestellt und angezahlt. Es sind inzwischen mehr als 2 Wochen vergangen, wir haben noch keine Nachricht, aber heute noch das Auto. Also machen wir uns auf den Weg nach Arrecife. In der Ferreteria zeigten wir unseren Beleg vor und erzeugten erstmal wieder verwunderte Gesichter – warum auch immer….??
Die Verkäuferin fand auf dem Beleg keine Telefonnummer von uns, also konnte sie auch nicht anrufen. Wir konnten ihr dann erlären, dass sie die Daten in ein Buch geschrieben hat. Jetzt fiel es ihr wieder ein, sie hätte uns eine Mail geschrieben und uns anrufen wollen. Beides hätte nicht funktioniert, die Daten müssen wohl falsch sein. Gemeinsam suchten wir in dem Buch nach unseren Angaben. Dann fanden wir (wieder) ihren Schreibfehler in der Mailadresse, zum Test wählte sie auch die Telefonnummer … und … siehe da, es klingelte mein Telefon!
Das Kochfeld war allerdings (noch) nicht da. Sie entschuldigte sich wortreich zweisprachig, dass inzwischen so viele Feiertage waren. Die Telefonnummer wurde trotzdem nicht in die Rechnungsdaten übernommen.
Na dann, bis zum nächsten mal oder hasta luego ….

Prosit Neujahr 2017!

Prosit Neujahr 2017!

Zwischen den Feiertagen hatten sich die dicken Wolken mal für einen Tag verzogen, den wir für eine Fahrt an schöne Orte der Insel nutzten.

In Famara, im Norden, gab es natürlich wieder schöne Wellen. Hier haben wir uns geärgert, dass wir kein Badezeug dabei hatten. Im Hafen war es so kalt und stürmisch, das uns das gar nicht einfiel.

In Haria haben noch eine wunderschöne Weihnachtskrippe entdeckt. Hier die Bilder als Nachtrag zum vorangegangenen Beitrag.

Auch so können Weihnachtsbäume aussehen

Auch so können Weihnachtsbäume aussehen

 

Der viele Regen hat für saftiges Grün gesorgt

Der viele Regen hat für saftiges Grün gesorgt

 

Den Jahreswechsel haben wir in aller Ruhe bei einem guten Wein und herrlicher Musik verbracht. Nur der stürmische Wind war etwas ungemütlich. Einige der rundum stattfinden Feuerwerke konnten wir direkt vom Boot aus sehen. Die Bilder sprechen für sich, deshalb bleibt diesmal der Text kurz.

Für alle Mails, die wir zu Weihnachten und zum Jahreswechsel bekommen haben, möchten wir uns auf diesem Wege schon mal herzlich bedanken.

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