Ausflüge auf Madeira

Ausflüge auf Madeira

Die Marina Quinta do Lorde

Zu dieser Marina muss ich unbedingt ein paar Worte mehr verlieren. Das ist allerdings hauptsächlich für diejenigen unter euch interessant, die auch diesen Hafen anlaufen möchten.
Als wir etwa 15 min vor der Hafeneinfahrt waren, meldeten wir uns über Funk VHF09 an. Wir wurden nach der Länge unseres Bootes gefragt, dann kam auch schon ein Marinero in seinem Schlauchboot aus dem Hafen, erklärte uns auf welcher Seite wir festmachen und wie tief die Fender hängen sollen. Dann begleitete er uns durch die enge Einfahrt und führte uns sofort zu unserem Liegeplatz, wo sein Kollege bereits wartete, um die Leinen entgegen zu nehmen. Auch bei der Anmeldung im Hafenbüro ging alles sehr entspannt und freundlich zu, wie übrigens in den meisten anderen Häfen auch. Es ist ein hübscher, ruhiger kleiner Hafen, der zumindest zu dieser Zeit, noch viele freie Plätze hatte.
Auf den zweiten Blick fiel uns auf, dass es hier nicht so aussieht, wie in den uns zur Verfügung stehenden Seekarten und dem RCC Pilotage Atlantic Islands beschrieben.
Nur die beiden vorderen Stege mit den Auslegern für größere Boote sind geblieben. Die anderen Stege wurden z. T. gekürzt, sie werden zum größten Teil von Dauerliegern genutzt. Wichtig ist, dass der Steg an der südlichen Kaimauer gänzlich abgebaut wurde. Hier sollten lt. Beschreibung sehr große Yachten und bei Nacht ankommende Schiffe festmachen. Die Mauer ist bei Nacht nicht beleuchtet. Wer hier anlegen will, läuft Gefahr, zumindest bei Niedrigwasser auf die Steine der Kaimauer aufzulaufen.
Aus unserer Sicht ist es überhaupt nicht ratsam, diesen Hafen bei Nacht anzulaufen. Es gibt zwar die üblichen Leuchtfeuer, aber die Ansteuerung dicht vor dem Felsen dürfte auch in Zeiten von GPS & Co eine Herausforderung sein. Zusätzlich gibt es oft starke Strömug und Verwirbelungen in der kurzen, engen Einfahrt.
Wer es einrichten kann, sollte zwischen 09.00 Uhr und 18.00 Uhr ankommen, dann steht der oben beschriebene Service zur Verfügung.
Ansonsten gibt es im Hafen einen kleinen Laden mit den wichtigsten Bootsersatzteilen, ein Restaurant, einen Lebensmittelladen mit den wichtigsten Dingen des täglichen Bedarfs und angeschlossenem Wein-Shop, in dem man die Erzeugnisse der Insel bestaunen und (zu etwas überhöhten Preisen) kaufen kann. Großzügig angelegte Sanitärräume sowie eine Waschmaschine (7-8 Euro/8 kg Wäsche incl. Waschmittel) und ein Trockner (2 Euro) stehen ebenfalls zur Verfügung. Steigt man den Hang weiter hinauf, entdeckt man eine großzügig und sehr schön angelegte Ferien- und Hotel-Anlage mit Natur-Pool. Am Ausgang der Anlage befindet sich eine Bushaltestelle. Hier kann man in die benachbarten Orte, bis nach Funchal fahren. Das ist auch nötig, denn man befindet sich hier am östlichen Ende der Insel irgendwo im Nirgendwo.

Für Ruhe suchende oder wanderfreudige Urlauber ist das eine Perle. Leider gibt es wohl zu wenige davon, denn ein Teil der Anlage wird nicht genutzt. Irgendwie fehlt das Leben. Schade!

 

Ausflug über die Insel

Der nahe gelegene östliche Teil der Insel:

Mit dem Auto fuhren wir rund um die Insel, verweilten an einigen schönen Orten etwas länger, um etwas von der Stimmung für euch einzufangen: Ponta do Sol im Süden,

Jardim do Mar im Südwesten,

auch am westlichsten Punkt, dem Farol von Ponta do Pargo waren wir.

Farol

Farol

Dann ging es auf die nördliche Seite nach Porto Moniz mit seinen tollen Meeresschwimmbecken.

Wir wollten noch bei Tageslicht zurück im Hafen sein, deshalb fahren wir nun durch die gut ausgebauten Tunnel in Richtung Quinta do Lorde.

In Funchal besuchten wir den Botanischen Garten, der schwer zu finden, aber sehr schön angelegt war. Hier wollte die Kamera nach 2 Bildern einfach nicht mehr …

Jardim Botanico

Jardim Botanico

Jardim Botanico

Jardim Botanico

 

Nette Menschen

Kurz bevor wir nach Lissabon aufbrechen wollten, erreichten uns Nachrichten im Zusammenhang mit dem neuen Boot, die unser Handeln erforderlich machten. Wir müssen Unterlagen per Post auf den Weg bringen. Wo ist hier eine Post??? GoogleMaps hilft, aber leider ist an dieser Stelle nur ein geschlossener Laden. Ich frage kurzerhand in der benachbarten Bar um Hilfe. Ein Gast versucht mir den Weg auf Englisch zu erklären. Es war aber etwas kompliziert. Damit wir die Post auch wirklich finden, schwang er sich in sein Auto und fuhr vorneweg. Danke!

 

Fischereihafen

Da wir nun einmal in Canical waren, schlenderten wir noch durch den Fischereihafen und sahen beim Abladen der gewichtigen Delikatessen zu.

 

Vorbereitung zur Überfahrt nach Lissabon

Ein neues Wetterfenster bietet sich nun für den 11. Mai an. Der Einkauf der fehlenden und frischen Lebensmittel findet diesmal mit dem Bus statt. Das ist hier auch so üblich. Vor dem Supermarkt in Machico warten viele Taxis, um die Kunden auch mit großen Einkäufen sicher nach Hause zu bringen. Unser Einkauf war nicht so groß. Wir sind mit dem Bus zurück nach Quinta do Lorde gefahren.
Wir werden mindestens 5 Tage unterwegs sein und uns aus Lissabon wieder melden.