Perkins-Segeln

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Gran Canaria – Pasito Blanco

Am Donnerstag, 07.01. wollten wir eigentlich die Marina Rubicon in Richtung Gran Canaria verlassen und erstmal nur eine kleine Etappe von rund 2 Stunden fahren. Im Windschatten der kleinen Insel Lobos, die Fuerteventura nördlich vorgelagert ist, wollten wir ankern. Soweit der Plan. Wir hatten uns von unseren Nachbarn am Steg verabschiedet, im Hafenbüro und in der Werft abgemeldet. Als wir langsam vom Liegeplatz zur Hafenausfahrt tuckern, kommen merkwürdige Geräusche aus dem Motorraum. Wolfgang sieht nach und bringt eine Wolke beißenden Geruchs mit nach oben. Irgendwas am Anlasser brennt.

Glück im Unglück – wir sind gerade vor dem Anleger der Werft. Sofort fahren wir ran und machen fest. Schnell erklären wir die Situation, da springt auch schon der Elektriker an Bord und verschwindet im Motorraum. Routiniert findet er die Ursache. Der Anlasser ist hin und kein neuer in der Werft vorrätig. Wenn man von hier etwas bestellt, dauert das sehr lange, bis es ankommt. So waren wir froh, dass noch ein alter Anlasser da war und der Elektriker machte sich an die Arbeit, um aus diesem einen fast neuen zu machen. Am Freitag gegen Mittag war dann alles fertig und wir konnten nun wirklich die Marina verlassen.

Ausfahrt-Rub8470

Es war kein Wind und so musste der Perkins wieder arbeiten. Wir hatten auf Gran Canaria einen Termin vereinbart und waren jetzt schon einen Tag in Verzug. Also nicht hinter Lobos ankern, sondern weiter. Die Fahrt lief ohne Wind und sonstige Probleme, so dass am Sonnabend gegen 15.00 Uhr auf Gran Canaria in der Bahia de Arinaga auf 6 m Tiefe der Anker fiel.
Die Ankerbucht vor Arinaga ist schön, wenn auch mitten in der Stadt und in der Einflugschneise des Flughafens. Das Wasser ist glasklar. Der Anker hält gut im sandigen Grund. Allerdings sollte man die Bucht nur bei guter Sicht anlaufen, weil es schnell flach wird und bei Niedrigwasser viele Felsen aus dem Wasser ragen. Wenn man Lust hat, das Dinghi auszusetzen, findet man auch einige Restaurants am Ufer. Als wir ankamen, zog gerade eine dicke Regenwolke heran, die uns Wasser von oben bescherte. So verbrachten wir einen erholsamen Abend an Bord.
Am Sonntag ging es dann gegen 10.00 Uhr Anker auf. Wir drehten noch eine Runde in der Bucht, weil Wolfgang die Bugleiter für den Hafen vorbereitet. Der Wind schläft immer noch, der Atlantik liegt spiegelglatt da. Wir laufen wieder unter Maschine. Bis Pasito Blanco sind es nur 17 sm. Gegen 13 Uhr sind wir kurz vorm Hafen und bereiten uns auf das Anlegen am Anmeldesteg vor. Dort war aber alles belegt. Die Marinieros brachten uns deshalb gleich zu unserem reservierten Liegeplatz und halfen beim Anlegen. Hier gibt es keine bequemen Fingerstege wie in der Marina Rubicon, sondern die Boote liegen dicht beieinander nur durch die Fender getrennt. Das Heck wird durch Mooringleinen gehalten. Deshalb müssen wir am Bug über diese Leiter aussteigen. Der Hafen ist ziemlich voll und wir waren froh, dass wir uns vorher angemeldet hatten.
Wir werden hier bis Mitte Februar bleiben und auch für 1 Woche Familienbesuch haben.