Camarinas – Bayona

Camarinas – Bayona

Sonnabend, den 11.07.15

Heute geht es von Camarinas nach Muros. Wir haben 42 sm vor uns und bei dem schwachen Wind, der voraus gesagt wurde, wird das eine Weile dauern.
Der Anker fällt nach 11 Stunden zwischen Hafen und einem schönen Sandstrand in der Ensenada de Muros. Hier wollen wir nur eine Nacht bleiben.

Der Wind ist gerade ganz gut und die nächste Bucht soll noch besser sein.
Am Sonntag geht es also weiter nach Caraminal in der Ria de Arosa. Das soll die ‘Perle der Rias’ sein, wie wir von anderen hörten. Die 34 sm schaffen wir in 8 Stunden. Der Wind ist gut, ein schöner Segeltag.

Bei der Ansteuerung des Ankerplatzes ist es sehr flach, wir müssen vorsichtig navigieren. Der Anker fällt in flachem Wasser, direkt vor dem Hafen und einem weissen Sandstrand. Wir ziehen den Kiel ganz nach oben, die Tiede fällt noch.
Es ist Sommer. Das Wasser hat 23°, wir gehen endlich mal baden. Jeden Morgen sehen wir im flachen Wasser viele Leute, die Krabben fischen. Hier wollen wir 3 Tage bleiben und treffen auch Piter aus Cedeira wieder. Er will ein paar Wochen in dieser Ria bleiben und einige Freunde treffen.

Wir fahren mit dem Dinghi an den Strand. Hier gibt es jedesmal freundlliche Leute, die auf unser Dinghi aufpassen oder uns darauf aufmerksam machen, dass das Wasser gerade steigt und wir das Boot höher ziehen müssen. Hinter dem Strand gibt es einige Einkaufsmöglichkeiten. Durch das Tor vom Supermakt-Parkpatz können wir direkt auf den Ankerplatz schauen (Foto).
Wir laufen durch die Stadt, die uns gut gefällt mit dem Hafen, den Parks und engen Gassen. Abends sitzen wir noch in einer Bar an der Straße mit Blick auf unser Boot und lassen den Abend bei einem Glas Wein auskingen. Es ist schön hier. Aber wir sind ja sozusagen nur auf der Durchreise.

Am Mittwoch geht es weiter nach Bayona, der letzten Station am spanischen Festland.
Wir haben heute 32 sm vor uns und gehen um 10.00 Uhr Anker auf. Wie schon bei der Einfahrt in diese Ria, genießen wir jetzt bei der Ausfahrt die Landschaft um uns herum.
Gegen Mittag verlässt uns der für den heutigen Tag voraus gesagte moderate Wind. Wir müssen wieder motoren. Wir entschliessen uns, nicht wie geplant außen um die vorgelagerten Inseln herum, sondern zwischen Festland und Inseln hindurch zu fahren. Es ist genügend Platz und andere Segler vor uns nehmen den gleichen Weg.
Der Wind ist unbeständig. Das ist wahrscheinlich der Inselwelt geschuldet. So muss ab und an der Motor unterstützen – Perkins-Segeln nennt es Wolfgang.

Vor der Insel Ons können wir ein interessantes Naturschauspiel beobachten, wie wir es bisher nur über der Caldera von La Palma gesehen hatten: Vom Ozean her ziehen Wolken über die kleine, bergige Insel, die an der Innenseite wieder fast bis zum Wasser herunter fallen. (Foto)

Am Nachmittag ist es dann endgültig mit dem Wind vorbei, wir rollen die Genua ein.
Schon von weitem hatten wir beobachtet, dass zwischen den Inseln und Felsen sehr tiefliegende Wolken hindurchziehen. Jetzt sind wir mitten drin in der grauen Suppe.
Zu allem Überfluß kommt kräftiger Wind auf. Leider aus Süd, also genau auf die Nase. Wir rufen tägl. die Daten von zwei voneinander unabhängigen Wettervorhrsagen ab. In keiner war von diesem Wetter die Rede, sonst wären wir noch in Caraminal geblieben.
Wir sind ein weiteres Mal froh, gute Technik an Bord zu haben, mit der auch in solchen Situationen eine sichere Fahrt möglich ist.
Zwei Stunden später fällt der Anker nach 9 Stunden Fahrzeit hinter dem Hafen von Bayona vor einem Mooringfeld und zwischen einigen anderen Yachten, die hier vor Anker liegen. Einigen waren wir auf dem Weg hierher schon begegnet.

Am Donnerstag, wir wollen gerade Mittag essen, stellen wir fest, dass wir dem hinter uns vor Anker liegenden Boot bedrohlich nahe gekommen sind. Der Anker hält nicht mehr. Der Wind schiebt uns immer weiter mit 4 Bft. Jetzt muß es schnell gehen. Motor an, Anker raus und eine neue Stelle suchen. Nach einigen Versuchen finden wir eine Stelle, wo der Anker hoffentlich bis morgen hält.

Diese Küste mit ihren Rias ist auf jeden Fall ein tolles Segelrevier mit vielen Ankerplätzen, einigen Häfen und einem ganz eigenen Flair. Jede Bucht hat ihren eigenen Charakter und wahrscheinllich auch ihre eigenen Wetterabläufe.
Die Landschaft erinnert an schwedische Schärenlandschaften, norwegische Fjorde und vielleicht mit ihren weissen Stränden und einigen Palmen auch schon ein wenig an die Karibik. Wir werden es vielleicht noch erfahren.

Von La Coruña nach Camariñas

Von La Coruña nach Camariñas

Die Internetverbindung war sehr schwach, deshalb kommt der Beitrag etwas verspätet!

Für den Aufthalt in La Coruña

haben wir ungefähr 3 Tage eingeplant, es wird eine Woche.
Es gab wieder einige Reparaturen am Schiff zu machen und Wäsche waschen war auch fällig. Dabei bemerke ich, dass unsere kleine Waschmaschine nicht mehr funktioniert. Also Handwäsche und noch eine Reparatur auf Wolfgangs Liste.
Wir laufen am Nachmittag den Paseo Maritimo, immer am Wasser entlang in die Stadt. Hier stehen die Häuser mit den verglasten ‘Galerias’, die sowohl Schutz gegen Wind und Regen bieten als auch die Sonne einfangen, die sie zum Glitzern bringt. Das brachte der Stadt den Beinamen ‘Ciudad de Cristal’ – Stadt aus Glas – ein.
Wir wollten zu einem Yachtausstatter. Bekanntlich geht immer irgendwas kaputt. In diesem Laden muß man aber genau wissen, was man braucht. Auf kleinstem Raum war eine Unmenge von verschiedenen Dingen untergebracht, die man aber nur am Tresen ordern konnte. Aus unserer Sicht war eine gewisse Unordnung vorprogrammiert. Nur der Verkäufer wusste, wo welches Teil zu finden war. Hätten wir selbst durch die Regalreihen gehen können, wir hätten sicher noch viel mehr gekauft.

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder mit Arbeiten am Boot. Es ist erstaunlich, was so immer wieder anfällt. Abends wollten wir noch etwas durch die Stadt bummeln. Als wir vom Schiff stiegen, fing es etwas zu regnen an. Wir glaubten nicht, dass es viel wird und gingen einfach los. An der Plaza de Maria Pita, einem großen Platz mit vielen Möglichkeiten, etwas zu essen, ankamen, regnete es schon ziemlich stark. Wir zogen uns in eine Tapas-Bar zurück, bevor das Wasser wie aus Eimern vom Himmel floss. Tapas hatten wir schon bessere gegessen. Als wir zum Boot zurück kamen, waren wir völlig durchnässt. Wie man sich doch irren kann …

Am Donnerstag sollte es eigentlich weiter gehen. Der Wind ist aber so caotisch, dass wir noch 2 Tage verlängern. Wir laufen quer durch die Stadt.

Am Sonnabend müssen wir nochmal verlängern, weil der Wind immer noch nicht passt. Wir laufen zum nordöstlichsten Zipfel der Stadt.

Dort steht ein sehr alter Leuchtturm der im 1. Jahrhundert von den Römern errichtet wurde. Der Torre de Hercules ist der älteste Leuchtturm, der heute noch in Betrieb ist. Er wurde mehrfach umgebaut und 2009 zum Weltkulturerbe erklärt. Leider ist heute das Licht schlecht zum Fotografieren. Wenn wir den Hafen verlassen, werden wir hier vorbeifahren. Vielleicht können wir dann bessere Bilder machen.

Der Weg zum Herculesturm führt durch einen weitläufigen Skulpturen-Park. Dieses Areal soll unbebaut bleiben und den Bewohnern von La Coruna zur Erholung dienen.

Am Montag, den 6.Juli verlassen wir nach einer Woche den Hafen von La Coruna. Heute ist fast kein Wind. Besser als zuviel aus der falschen Richtung. So tuckern wir ganz unspektakulär mit Motor in die nächste Ankerbucht nach Corme. Bis die letzte Ecke von La Coruna verschwindet, machen wir noch einige Fotos. Natürlich auch vom Hercules.
Nach 36 sm und 8 Stunden fällt der Anker in einer sehr schönen Bucht. Der Grund ist allerdings teilweise felsig, deshalb brauchen wir einige Anläufe, bis der Anker hält.

Am nächsten Morgen fahren wir auch gleich weiter. Für die folgenden Tage sind stake Winde angesagt. Da brauchen wir eine besser geschützte Bucht. Auch heute müssen wir wieder unter Motor fahren.
10.00 Uhr Anker auf. Gerade als wir losfahren, fängt es an zu regnen. Gegen Mitternacht ist noch ein anderes deutsches Boot ‘Prima Vista’ in die Bucht gekommen und ankert nun neben uns. Als wir losfahren, winkt uns die Frau noch hinterher. Vielleicht treffen wir uns später noch.
Um 14.00 Uhr biegen wir in die Bucht von Camarinas ein. Inzwischen hat der Regen aufgehört, es ist stark bewölkt. Wir machen ein Foto vom Punta de Monte Farelo.

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Punta de Monte Farelo

Am Abend fahren wir mit dem Dinghi an Land und sehen uns den Ort an. Einige Supermärkte, Kneipen, die Hauptstaße, die zum Hafen führt. Wir finden noch ein recht gutes Restaurant, in dem wir zu Abend essen, denn heute ist unser Hochzeitstag. Wir sind die einzigen Gäste …
In der Nacht kommt dann der vorausgesagte Wind. Den ganzen Mittwoch und die folgende Nacht zeigt Rasmus, was er kann. Der Windmesser zeigt bis über 30 kn (7 Bft) an. Sogar in der Bucht bilden sich Wellen mit kleinen Schaumkämmen. Am nächsten Abend ist der ganze Spuk vorbei. Die Bucht liegt in ruhig im Sonnenschein.
Wir bereiten uns auf die nächste Etappe vor.

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Nereus am Ankerplatz in Camarinas

In La Coruña angekommen

In La Coruña angekommen

Gijon – La Coruña

Am Donnerstag, den 18.06.15 verlassen wir um 7.30 endlich den Hafen in Gijon.
Ungefähr 2 Stunden später verschwinden der Hafen und die Stadt mit ihrer Dunstwolke, in dem unser Schiff über 10 Monate lag, langsam hinter uns am Horizont.
Die Biscaya ist spiegelglatt, kein Wind. So schnurrt der Motor wieder und schiebt uns mit ca. 4 kn vorwärts. Segeln ist anders. Wir sind aber auch froh, dass wir uns ohne starke Winde langsam wieder eingewöhnen können.
Wir haben im Hafen noch viele Dinge am Boot erledigt. Wolfgang hat einige Dinge an der Elektroanlage verbessert, eine stärkere Antenne für das Satelliten-Telefon und den WLAN-Empfang angebaut. Beide nahm ich in Betrieb und nach einigen Anfangsschwierigkeiten funktionierte das auch bis nach ca. 1 Woche plötzlich unsere komplette Kommunikationstechnik ausfiel. Wahrschinlich zu starke Antennen in der Umgebung, so unsere Vermutung. Wir können nun nicht mehr alles testen und das macht sich jetzt bemerkbar. Am Steuerstand mußte das Ersatz-Kartensystem uns den Weg weisen. Gut, wenn man es hat. Außerdem hatte Wolfgang einen neuen Batterielader eingebaut, der plötzlich unser 220V Netz lahm legte. Er überbrückte das neue Gerät und nach einer Weile war alles wieder in Ordnung.

Für den heutigen Tag haben wir uns verschiedene Optionen vorbereitet. Wenn möglich wollen wir nur kurze Tagesetappen fahren und uns so von Ankerbucht zu Ankerbucht vorarbeiten. Allerdings ist die erste wirklich geschützte Ankerbucht lt. Karte nicht bis zum Einbruch der Dunkelheit zu erreichen, deshalb markieren wir uns weitere Plätze, um sie vor Ort zu beurteilen. Die ungünstigste Variante wäre gleich die 28-30 Stunden bis La Coruña durch zu fahren.

Gegen Mittag haben wir den ersten möglichen Ankerplatz erreicht. Das sah in der Karte besser aus, als in der Natur. Wie fahren weiter.
Wir bleiben weiter in Küstennähe und steuern unsere nächste Ankermöglichkeit an. Küste ist felsig mit vielen vorgelagerten Steinen und liegt unter einem leichten Dunstschleier. Endlich kommt der vorausgesagte Wind, wir können Segel setzen. Die Genua zieht uns mit 5-6 Knoten. Bis jetzt haben wir von Hand gesteuert. Am Nachmittag nehmen wir die Windfahne und später auch den Autopiloten in Betrieb.
Ansteuerung der nächsten Ankermöglichkeit. Schnell wird klar, dass wir in dieser Bucht nicht ankern können. Der Wind dreht immer mehr auf N, kein Schutz. Es ist nur ein schmaler Sandstrand zwischen Felsen. Wenn der Anker nicht gleich hält, haben wir kaum eine Möglichkeit zu reagieren. Weiter!
Auch die nächste Flußmündung ist bei nördlichen Winden nicht geeignet. Der kleine Hafen ist zu flach. Nun ist auch klar, dass die nächste bei NO wirklich geschützte Ankerbucht im ca. 27 sm entfernten Ribadeo nicht mehr bei Tageslicht zu erreichen ist.
Wir setzen wieder Segel. 51 sm liegen hinter uns.

Wir drehen endgültig von der Küste weg. Für die Nacht ist eine Route weiter draußen sicherer.
Gegen 22 Uhr beginnen wir mit dem Wachsystem. An Ribadeo werden wir vorbeifahren um am Morgen Viveiro zu erreichen. In dieser Gegend gibt es einige Flussmündungen (Rias), die tiefe Einschnitte im Land, ähnlich den Fjorden in Norwegen, erzeugt haben. Dort kann man recht geschützt, oft vor schönen Stränden ankern.
Gegen 1.20 Uhr mussten wir das Segel wegnehmen, um unter Motor den Fischern besser ausweichen zu können. Die machen schließlich ihre Arbeit und wir essen gerne Fisch.
Gegen 5.20 Uhr biegen wir in die Einfahrt zum Ankerpatz in Viveiro ein. Es ist noch stockfinster. Auf dem AIS wimmelt es von Fischerbooten, die auch in diese oder eine benachbarte Einfahrt wollen. In der Natur kann ich sie aber nicht alle sehen und bin überzeugt, dass auch einige ohne AIS unterwegs sind. Ich beschließe, mich aus dem Getümmel zurückzuziehen, und noch eine Runde auf dem offenen Wasser zu drehen.

6.00 Uhr. Die Dämmerung steigt gerade auf, Wolfgang ist auch wieder da, tuckern wir langsam in die Bucht zum Ankerplatz.
Um 7.45 Uhr fällt der Anker nach 102 sm auf 10 m Tiefe bei Hochwasser, wir müssen ca. 4 m Tiede einkalkulieren.
Nach einem guten Frühstück und der Kontrolle des Ankers gehen wir erstmal schlafen.
Am Montag (22.06.15) überlegen wir uns, als wir die Wetterdaten abgerufen haben, gleich in die nächste Ankerbucht in das 30 sm entfernte Cedeira zu fahren. Gestern sah das Wetter noch ganz anders aus, aber nun soll doch der richtige Wind kommen, sonst würden wir mindestens die nächsten 2 Tage festsitzen. Also hieß es um 11.30 Uhr Anker auf. Als wir die Bucht verlassen hatten, konnten wir Segel setzen. Mit 4-5 Knoten trieb uns raumer Wind vorwärts. Das Glück währte nur eine knappe Stunde, dann musste der Diesel wieder ran. So ging das immer hin und her. Wir waren beschäftigt. Kurz vor 19.00 Uhr fiel der Anker vor einem Strand, der allerdings vor Nordwind nicht geschützt war. Für die Nacht ging es. Es war kein Nordwind zu erwarten.

Die geschützte Bucht lag nebenan. Sie war aber in unserer Karte mit weniger als 1 m Tiefe eingezeichnet. Zu wenig für uns. Am nächsten Morgen sehen wir in der Bucht Boote, die garantiert mehr als 1 m Tiefgang haben. Wir wollen es versuchen. Zunächst drehen wir in der Bucht noch einige Kreise, um den neuen Kompass und Windmesser zu kalibrieren, dann fuhren wir langsam in die Bucht. Vorsichtshalber zogen wir den Kiel etwas nach oben, denn auch hier müssen 3-4 m Tiedenhub bedacht werden.
Kaum waren wir angekommen, kam ein holländischer Segler zum Ankerplatz, der uns beim Vorbeifahren auf Deutsch begrüßte. Später kam er, Piter, und sein englischer Freund Kevin noch zu uns an Bord auf ein Bier und eine nette Unterhaltung.
Wir machten danach unser Dinghi flott, um im Ort frische Lebensmittel einzukaufen.
Piter kam uns nun jeden Tag auf ein Bier besuchen. Er wollte uns auch einen Segelmacher besorgen, der uns ein neues Bimini macht. Weil die Rückmeldung etwas dauerte, blieben wir noch. Der Segelmacher war aber gut ausgebucht. So lange wollen wir nicht warten. Dann ist aber der Wind weg, so wird aus geplanten 2-3 Tagen eine Woche. In dieser Zeit haben von Piter noch eine menge Tipps für gute Ankerplätze auf unserer geplanten Route erhalten. Einige werden wir sicherlich anfahren.
Am Montag (29.06.15) wollen wir weiter. Wegen der langen Zeit hier werden wir wohl gleich bis La Coruna fahren. Eine Tagesetappe von 32 sm.

Um 10.30 ist endlich der Anker oben, wir verabschieden uns im Vorbeifahren von Piter, der inzwischen auf einem andern Boot saß und fahren unter Motor aus der Bucht. Es war eine schöne Zeit aber in dieser Bucht ist es morgens immer grau und diesig, am späten Nachmittag kommt Wind auf, dann kommt die Sonne hervor. Jetzt ist es genug. Wir haben ja ein Ziel.
Als etwas Wind aufkommt, ziehen wir die Genua raus, aber wir kommen kaum vorwärts. Wir sind bisher wenig mit dem Groß gesegelt und wollen damit noch etwas üben. Dazu ist jetzt Gelegenheit. Nicht lange, dann wird der Wind stärker, wir nehmen das Groß wieder weg.

Plötzlich nahm der Wind kräftig zu. Wir hatten zeitweise über 20 kn (5 Bft). Die Genua muss weg. Zu allem Überfluss haben jetzt auch noch die Schoten verhakt. Eine anstrengende Aktion. Nach einer halben Stunde war alles erledigt und wir fuhren erstmal unter Maschine weiter. Als wir etwas unter Landabdeckung kamen, konnten wir wieder mit der Genua bis zur Hafenansteuerung segeln. Der Hafen liegt direkt vor der Stadt, so kam das beeindruckende Panorama der galicischen Hauptstadt langsam näher.
Gegen 19.20 Uhr machten wir in der Marina Coruña fest. In dieser Stadt wollten wir eigentlich schon vor fast einem Jahr sein. Wir melden uns im Hafenbüro für 3 Nächte an. Nachdem ich aber gerade die Wetterdaten aktualisiert habe, sieht es aus, als ob wir länger bleiben müssen. Der Wind kommt in den nächsten Tagen aus der falschen Richtung.