Valencia

Valencia

Valencia – ein klangvoller Name

für eine Stadt der Superlative. Die Geschichte der heute mehr als 800 000 Einwohner zählenden Stadt geht auf über 2000 Jahre zurück. Verschiedene Herrscher hinterließen ihre Spuren.
Umgeben von riesigen Huertas (Obstgärten), auf denen vor allem Orangen aber auch Zitronen, Wein, Reis, Oliven und anderes Obst und Gemüse reift, das über den Handelshafen verschifft wird, gelangt und gelangte die Stadt zu fast allen Zeiten zu wirtschaftlichem Reichtum.

Wir beginnen unsere Erkundungstour in der Altstadt,

die wir durch die “Torres de Serranos”, einen Rest der inzwischen abgerissenen alten Stadtmauer erreichen. Nicht weit entfernt standen wir vor der Kathedrale mit dem Micalet, dem 50 m hohen im gotischen Stil erbauten Glockenturm. Als Wahrzeichen Valencias kann man ihn auf vielen Abbildungen sehen.
An der gotisch verzierten Puerta de los Apóstoles tagt seit über 1000 Jahren jeden Donnerstag um 12.00 Uhr das Tribunal de las Aguas, das Wassergericht. Acht Herren entscheiden über Streitigkeiten bei der Bewässerung der Huertas. Die Obstgärten werden auch heute noch über acht Kanäle bewässert. Allerdings soll es kaum noch Probleme geben. Sollte es doch zu Zwistigkeiten kommen, sind die Urteile der Richter geltendes Recht. Bemerkenswert ist, dass dieses älteste Gericht Europas nicht nur immer noch Gültigkeit besitzt, sondern auch als Vorbild für internationale Einrichtungen dient.

(Die Bilder in der Galerie bitte anklicken!)

Ein paar Schritte weiter kommen wir zur Plaza de la Reina, dem Platz der Königin, der mit Bänken unter Orangenbäumen zu Verweilen einlädt. Von hier fahren auch die Busse des “Valencia Bus Turistic” ab, mit denen man die entfernteren Sehenswürdigkeiten erreichen kann.

Plaza de la Reina - Platz der Königin Plaza de la Reina – Platz der Königin

Wir laufen erstmal weiter zum Mercado Central, der Markthalle. Hier findet der tägliche Markt statt. Ein überwältigendes Angebot an Fleisch, Fisch, Käse, Früchten, Gewürzen…
Gegenüber des Mercado Central befindet sich La Lonja de la Seda, die Seidenbörse und die Kirche Los Santos Juanes.

Wir sind begeistert von der Schönheit und dem guten Zustand der Bauwerke. Alles zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Wir wenden uns jetzt den futuristischen Bauwerken

im Südosten der Stadt zu, die wir mit dem Bus erreichen. Sie wurden im alten Flussbett des Rio Turia errichtet.
Der Fluß durchquerte die gesamte Stadt und trat regelmäßig über die Ufer, was in der Stadt zu mehr oder weniger großen Schäden führte. nach dem verheerenden Hochwasser 1957, bei dem große Teile der Stadt überschwemmt gewesen sein sollen, wurde beschlossen, den Fluß umzuleiten, bevor er die Stadt erreicht. Das trockengelegte Flußbett wurde in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zur Günen Lunge Valencias umgebaut. Ein sehr ehrgeiziges Projekt. Es sind Gärten, Parks, Spiel- und Sportstätten, interessante Brücken, ein Musikpalast und vieles mehr auf ca. 9 km Länge entstanden.

Am südlichen Ende der Jardines del Turia, kurz vor der ehemaligen Mündung ins Mittelmeer wurde die neue Stadt der Künste und Wissenschaften in sehr eigenwilliger Optik erbaut. Das Hemisféric sieht aus wie ein überdimensionales Augenlid und beherbergt ein Planetarium und ein IMAX-Kino. Im Museo de las Ciencias Principe Felipe, dem Wissenschaftsmuseum kann man die neuesten Entwicklungen aus Wissenschaft und Technik erleben. Der dritte Komplex ist das Oceanográfic. Hier kann man die Unterwasserwelt verschiedener Gebiete unserer Erde erkunden sowie z.B. Haie und Rochen aus nächster Nähe, sozusagen auf Augenhöhe betrachten. Fotografieren konnten wir hier nicht, denn in den Tiefen der Meere ist es dunkel und Blitzlicht ist aus verständlichen Gründen verboten.

Mit einem Bllick aus unserem Hotelfenster in der 18. Etage endet vorerst unsere Entdeckungsreise durch Spanien.

Blick aus unserem Hotelzimmer im 18. Stock Blick aus unserem Hotelzimmer im 18. Stock

Unter dicken grauen Wolken und reichlich Regen fahren wir zurück. Vielleicht folgt später eine Fortsetzung. Wir melden uns dann wieder an dieser Stelle.