Eigentlich wollten wir heute weiterfahren …

Nach 2 weiteren Tagen und 2 Brücken sind wir am Ende des Limfjords in Lemvig angekommen.

Von hier aus geht es in die Nordsee. Aber soweit ist es noch nicht.

Im letzten Streckenabschnitt fahren wir durch ein schlecht betonntes, flaches Gewässer, in dem wir genau nach Monitor in der kurvenreichen Tiefwasserrinne fahren müssen. Für Boote mit geringerem Tiefgang ist das ein tolles Segelrevier, für uns ist es sehr anstrengend. Dazu bläst uns Rasmus mit bis zu 7 Bft entgegen oder seitwärts. Und es ist Sommer! Unser Thermometer im Masttop zeigt über 30°C. Wir merken bei dem Wind aber nicht viel davon.

Erst als wir in der wahrscheinlich einzigen für uns geeigneten Box in der Marina in Lemvig festmachen, spüren wir die Hitze.

Die Marina liegt etwas außerhalb vom Ort Lemvig, ist klein und überschaubar. Sie wird von einem Segelklub betrieben, der auch einige Gastplätze anbietet. Ähnlich, wie in Ueckermünde gibt es hier auch Häuser mit Ferienwohnungen natürlich in skandinavisch rot.

Wir sind seit dem Kattegat noch nicht richtig zur Ruhe gekommen. Die Ankerplätze waren mehr oder weniger Notlösungen als ruhige Buchten. Jetzt wollen wir uns ein paar Tage Pause gönnen. Wie in jedem Haushalt, gibt es aber auch an Bord einige Dinge, die erledigt werden müssen. So nutzen wir die Gelegenheit und das schöne Wetter zum Wäsche waschen. Die Betten müssen bezogen werden, unter Deck eine anstrengende Angelegenheit.
Wolfgang hat an der Elektroanlage noch Probleme festgestellt, die vor der langen Nordseefahrt behoben werden müssen. Außerdem kontrolliert er das Rigg und befasst sich mit anderen technischen Details.

Wir laufen in den Ort, um einige frische Lebensmittel zu ergänzen. Schließlich müssen wir uns mit den Einzelheiten des nächsten Routenabschnittes beschäftigen und der Wind sollte auch einigermaßen passen. So sah es am Sonnabend noch so aus, als ob der Montag gut für den Beginn der Nordsee-Etappe ist. Erst als wir am Sonntag Nachmittag die aktuellen Wetterdaten abriefen, mussten wir feststellen, dass sich entlang der dänischen Küste ein Sturmtief gebildet hatte, das wir doch lieber im Hafen abwarten wollten. Wenn sich heute keine neuen Erkenntnisse ergeben, geht es morgen los.

Wir sind dann einige Tage unterwegs. Wir werden uns also erst wieder melden, wenn wieder ein Internet-Zugang zur Verfügung steht.